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Lexikon · Speicher, Steuerung und Anschluss

Speicherkapazität

Definition

Speicherkapazität ist die Energiemenge, die ein Batteriespeicher aufnehmen kann, angegeben in Kilowattstunden; für die Planung zählt dabei die nutzbare Kapazität, nicht die auf dem Typenschild genannte Nennkapazität.

Was dahintersteckt

Die Kapazität eines Speichers wird in Kilowattstunden angegeben und sagt, wie viel Energie im vollständig geladenen Zustand entnommen werden kann. Ein Speicher mit zehn Kilowattstunden könnte rechnerisch ein Gerät mit einem Kilowatt Leistung zehn Stunden lang betreiben. Zwischen Nennkapazität und nutzbarer Kapazität besteht meist ein Unterschied, weil ein Teil der Zellen als Reserve gesperrt bleibt, um sie zu schonen. Zudem sinkt die verfügbare Kapazität im Lauf der Jahre langsam, was man Alterung nennt. Für Vergleiche ist deshalb die nutzbare Kapazität die verlässliche Größe.

Was in der Praxis zählt

Wie groß ein Speicher sein sollte, hängt vom Stromverbrauch nach Sonnenuntergang und von der Größe der Photovoltaikanlage ab. Als grobe Orientierung werden oft Faustformeln genannt, die sich am Jahresverbrauch orientieren, doch sie ersetzen keine Berechnung. Ein Speicher sollte an einem sonnigen Tag vollständig geladen werden können und den Abend- und Nachtbedarf möglichst decken. Fehlt Erzeugung, bleibt selbst ein großer Speicher leer. Fehlt Verbrauch, bleibt er häufig voll und bringt im Alltag wenig zusätzlichen Nutzen.

Varianten und Sonderfälle

Ein Irrtum besteht darin, mehr Kapazität sei immer besser. Jede zusätzliche Kilowattstunde kostet Geld, wird aber nur genutzt, wenn Überschuss vorhanden ist und abends Bedarf besteht. Der Zusatznutzen sinkt mit wachsender Größe. Zu unterscheiden ist außerdem die Kapazität von der Leistung: Kilowattstunden beschreiben die Menge, Kilowatt die Geschwindigkeit, mit der geladen oder entladen wird. Ein großer Speicher mit schwacher Entladeleistung kann Verbrauchsspitzen, etwa beim Kochen mit Backofen, nicht vollständig abdecken. Auch modulare Systeme, die später erweitert werden, verändern die Gesamtrechnung.

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Kurz gefragt

Was ist der Unterschied zwischen Nennkapazität und nutzbarer Kapazität?

Die Nennkapazität ist die gesamte Energiemenge der Zellen, die nutzbare Kapazität der Anteil, den das System tatsächlich freigibt. Der Rest dient als Reserve zum Schutz der Zellen. Vergleichen Sie Angebote über die nutzbare Kapazität.

Wie groß sollte der Speicher für ein Einfamilienhaus sein?

Pauschal lässt sich das nicht sagen, weil Verbrauch, Anlagengröße und Tagesablauf entscheiden. Für Einfamilienhäuser werden häufig Größen im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Kilowattstundenbereich betrachtet. Eine Berechnung mit Ihren Verbrauchsdaten liefert die belastbare Antwort.

Sinkt die Speicherkapazität mit der Zeit?

Ja, jede Batterie altert, und die verfügbare Kapazität nimmt mit den Ladezyklen und den Jahren langsam ab. Angaben zur Restkapazität nach einer bestimmten Zeit stehen im Datenblatt und in den Garantiebedingungen. Fragen Sie im Angebot danach.

Zählt die Kapazität oder die Leistung des Speichers mehr?

Beides ist wichtig, aber für unterschiedliche Aufgaben. Die Kapazität bestimmt, wie lange der Speicher Strom liefert, die Leistung, wie viele Geräte gleichzeitig versorgt werden können. Prüfen Sie beide Werte gegen Ihr Verbrauchsprofil.

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