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Lexikon · Speicher, Steuerung und Anschluss

Stromspeicher

Definition

Stromspeicher sind Batteriesysteme, die überschüssigen Solarstrom tagsüber aufnehmen und am Abend oder nachts wieder abgeben, damit Haushalte einen größeren Teil ihres selbst erzeugten Stroms auch selbst nutzen können.

Was dahintersteckt

Ein Stromspeicher lädt, sobald die Photovoltaikanlage mehr Leistung liefert, als das Haus gerade verbraucht. Reicht die Erzeugung am Abend nicht mehr aus, gibt der Speicher Energie ab und verringert so den Bezug aus dem Netz. Technisch besteht das System aus Batteriezellen, einem Batteriemanagement, das Spannung, Temperatur und Ladezustand überwacht, und einem Umrichter, der zwischen Gleichstrom und Wechselstrom vermittelt. Beim Laden und Entladen gehen einige Prozent als Wärme verloren, sodass nie die gesamte eingespeicherte Energie zurückkommt. Eine Regelung entscheidet, wann geladen und entladen wird.

Was in der Praxis zählt

Entscheidend ist, wie gut der Speicher zum Verbrauchsprofil passt. Ein Haushalt, der tagsüber kaum Strom braucht, aber abends und morgens viel, profitiert stärker als ein Haushalt mit hohem Mittagsverbrauch. Wichtig sind die nutzbare Kapazität, die maximale Lade- und Entladeleistung, der Wirkungsgrad über einen ganzen Zyklus, die angegebene Zahl der Ladezyklen sowie die Art der Einbindung ins Hausnetz. Ein zu kleiner Speicher ist mittags sofort voll, ein zu großer wird im Winter kaum ausgelastet. Auch der Aufstellort spielt eine Rolle, denn Batterien vertragen weder Frost noch große Hitze gut.

Was oft verwechselt wird

Häufig wird angenommen, ein Speicher mache ein Haus unabhängig vom Netz. Das stimmt nur, wenn er ausdrücklich für Ersatzstrom ausgelegt ist, und selbst dann gibt es Grenzen. Bei den Bauarten unterscheidet man zwei Varianten: Beim DC-gekoppelten System hängt der Speicher auf der Gleichstromseite an einem Hybridwechselrichter, beim AC-gekoppelten System hat er einen eigenen Umrichter und wird am Hausnetz angeschlossen. Letzteres lässt sich leichter nachrüsten. Ein weiterer Irrtum betrifft den Winter: Auch mit Speicher bleibt der Netzbezug in den dunklen Monaten deutlich, weil die Erzeugung dann schlicht fehlt.

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Fragen und Antworten

Lohnt sich ein Stromspeicher für jede Photovoltaikanlage?

Das hängt von Verbrauchsprofil, Anschaffungskosten und Ihren Zielen ab. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, verlängert aber auch die Zeit bis zur Amortisation. Lassen Sie sich Varianten mit und ohne Speicher rechnen und vergleichen.

Kann man einen Stromspeicher nachträglich einbauen?

Das ist häufig möglich, besonders bei AC-gekoppelten Systemen. Geprüft werden müssen Wechselrichter, Zählerschrank und Platz im Haus. Ihr Betrieb sollte die Nachrüstung technisch bewerten, bevor er ein Angebot abgibt.

Wie lange hält ein Stromspeicher?

Viele Systeme werden mit einer Nutzungsdauer von etwa zehn bis fünfzehn Jahren oder mehr angegeben. Die tatsächliche Dauer hängt von Zellchemie, Temperatur und Nutzung ab. Maßgeblich sind die Angaben im Datenblatt und in den Garantiebedingungen.

Muss ein Stromspeicher gemeldet werden?

In der Regel wird ein Speicher im Marktstammdatenregister erfasst und dem Netzbetreiber mitgeteilt. Welche Formulare gelten, erfahren Sie beim Netzbetreiber. Rechtliche Einzelfragen klären Sie mit Netzbetreiber oder Bundesnetzagentur.

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